Eigentlich hatte ich auf Suicide Squad gehofft. Doch man kann nicht alles haben, und schon gar nicht bei der Sneak.
Das tragikomische Filmdrama läuft ab dem 18. August im Kino.
Der Inhalt
Eine Familie, bestehend aus dem Vater Ben und seiner Frau Leslie und deren sechs Kindern, leben ein scheinbar idyllisches Leben in einem selbst errichteten Paradies in den nordwestlichsten Wäldern der USA.Sie scheinen das perfekte Leben zu führen. Abseits der Zivilisation, in der Lage sich selber zu versorgen und mit den Eltern als Lehrmeister, welche besser zu sein scheinen als jeder Lehrer und den Kindern so nicht nur das Überleben in der Wildnis lehren, sondern auch überdurchschnittliches Wissen vermitteln ("Du sagst die Amerikaner haben zu viele Medikamente und dafür zu wenig Bildung intus").
Doch die Fassade des scheinbar perfekten Lebens beginnt zu bröckeln als die manisch- depressive Mutter Suizid begeht, der "Opa" ihren Mann nicht bei der Beerdigung seiner Frau sehen möchte, das Testament dieser von der eigenen Familie ignoriert wird und die Atmosphäre von zunehmende Spannungen zwischen Ben und seinen Kindern dominiert wird.
Schließlich beginnt nicht nur die Mission "rettet Mom", sondern auch die Mission "rettet Mom und Dad".
Kommentar zum Film
Der Film hat mich auf unterschiedliche Weise berührt. Zum einen regt er dazu an, zu überdenken wie man selber lebt. Er zeigt eine alternative, einzigartige Lebensweise die zu funktionieren scheint. Zeigt aber auch, dass sie eben nur so lange funktioniert wie das echte Leben nicht dazwischenfunkt. Der Film zeigt, dass die Vorstellung, welche die meisten Menschen von solch einem Leben im Wald haben zutreffen kann, sie aber eben nicht ganz so perfekt ist wie von vielen angenommen.Natürlich kann eine Abkehr von allem weltlichen und kapitalistischen seine Vorteile haben, natürlich kann so ein Leben seine Vorteile haben, einen Menschen ausbilden der zu weit mehr Fähig ist als die Meisten. Doch er zeigt auch, dass das Aufwachsen ohne das zivilisierte Leben zu kennen einen nicht auf das Leben dort draußen vorbereitet.
Trotzdem regt der Film nicht nur zum nachdenken an, sondern beschert einem auch durchaus den einen oder anderen Lacher.
So scheint einem die Erklärung "deine Tante hat Suizid begannen indem sie sich die Pulsschlagader durchtrennt hat" wesentlich einfacher als der verzweifelte Versuch des Vaters seinem Kind zu erklären, dass seine Tante sehr krank gewesen war und kranke Menschen nun einmal sterben... manchmal. Auch ein, leicht übertriebener, Heiratsantrag des ältesten Sohnes Bodevan, welcher nach seiner ersten Erfahrung mit einem Mädchen von dessen Mutter erwischt wird, ist mehr für einen Lacher gut als dafür diese Szene wirklich ernst zu nehmen.
Die Sympathien liegen den gesamten Film über wechselnd beim Vater oder den Kindern, wenn nicht bei beiden Seiten. So werden auch unangemessene Aktionen des Vaters eher mit Mitleid oder Verständnis quittiert als mit Unverständnis.
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